Geschichte

Unser Internat kann auf eine über 125-jährige Tradition zurückblicken. Schon dem Klostergründer P. Andreas Amrhein war Erziehung ein großes Anliegen. So konnte er im Schloss Emming ein Zöglingsseminar einrichten, welches ab 1895 insgesamt 26 Buben bewohnten.

Als 1904 die Missionsschwestern ihr neues Kloster in Tutzing am Starnberger See bezogen, wurde deren bisheriger Klosterbau frei für die Unterkunft der Buben, deren Zahl deutlich gestiegen war. Die Geschichte des Internats war und ist natürlich immer an die des Klosters geknüpft. Während des 2.Weltkrieges diente es als Feldlazarett, dann als Auffanglager für "displaced persons", schließlich wieder seiner alten Bestimmung. Zeitweise lebten und arbeiteten im Internat über 250 Schüler; selbst der heutige Abtprimas Notker Wolf war einst Seminarzögling.

Mit dem Eröffnen eines Tagesheims und der Aufnahme externer Schüler sank diese Zahl in den vergangenen Jahrzehnten deutlich. Heute beherbergt dieses Gebäude 7 Internatsschüler und 177 TagesheimschülerInnen. Das Internat wird bis heute getragen von der Erzabtei der Missionsbenediktiner von St.Ottilien. Jeder Internatler lernt unsere christlich-missionarische Ausrichtung kennen. Zum Alltag gehören dazu Morgen-, Tisch- und Abendgebet sowie die Eucharistiefeier mittwochs in der Ikonenkapelle der Seminarkirche St.Michael.

Gelegentliche Teilnahme am Chorgebet der Mönche kann eine Ahnung für die Kontemplation der Benediktiner vermitteln, denen man sonst bei der Arbeit begegnet. War das Internat früher als Missionsseminar ein Ort für die Rekrutierung des eigenen Klosternachwuchses, so versteht es sich heute als eine notwendige Stätte der Begegnung, die Jugend und Kirche zusammenführt. Wir sind überzeugt, dass christliche Werte gerade über positive Eindrücke und individuelles Leben von Kirche und Gemeinschaft vermittelbar sind.

Geändert am  20. September 2015